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Fotis mein geliebter Kater

Aktualisiert: 24. Apr.

Du bist viel zu früh von uns gegangen, wenn auch zu deinem gewählten Zeitpunkt, den wir akzeptieren müssen. In liebevoller Erinnerung, Ramona.


Gerade kullern mir die Tränen, beim Gedanken daran, dass ich dich nie wieder in meinen Armen halten und kuscheln kann. Du kamst als kleiner Kater, gerade mal ein Jahr alt auf die Voruva Farm. Gerade mal ein paar Wochen vor mir. Hast mich liebend in Empfang genommen mit deiner zarten und aufrichtigen Art. Nach Liebe hast du gesucht. Und Liebe hast du auf der Farm gefunden. Ruhe in Frieden.



Trauerbegleitung bei verstorbenen Tieren, ihrem tierischen Lebensgefährten noch einmal nahe sein, eine Botschaft von ihm empfangen oder etwas mitteilen. Finden Sie tiefen Frieden in sich und spüren sie noch einmal die Nähe und Liebe ihres verstorbenen Lieblings.
Fotis und ich, nachdem wir uns ein paar Monate nicht gesehen hatten




Ein Jahr durftest du das unbeschwerte Leben voller Futter, Wärme und Liebkosungen auf der Vrouva Farm erleben. Gleich zu beginn hast du dich in mein Herz geschmust. Mit deiner zarten Art. Ein strahlend schöner weißer Kater, anmutend sanft und in sich gekehrt. Du hast nach Liebe gesucht, so wie ich. Das war, was uns von der ersten Minute an tief verbunden hat. Schüchtern und doch bestimmend, hast du dir den Weg in mein Herz und in die Presidential Suit auf der Vrouva Farm gebahnt. Und wir haben seit dem ersten Tag, an dem wir uns kennengelernt haben gemeinsam in der ´Presidential´geschlafen.


Bei meinem ersten Aufenthalt auf der Vrouva Farm im Okt 2021 warst du definitiv eines meiner Highlights, einer meiner Seelentröster, denn ich hatte selbst tiefen Schmerz in mir. Ich war zu diesem Zeitpunkt in einer kräftezehrenden On-Off-Beziehung gefangen. Ich war froh über deine Begleitung und deine Nähe, die Schmusestunden in meinem bescheidenen Heim auf der Farm und draußen in der Kaffeeecke. Ja sogar bei meinen Meditationen in den Bergen oberhalb der Vrouva Farm und meinen Picknick Stunden, warst du bei mir. Ganz entspannt, kaum bemerkt.

Du warst einfach immer bei mir. Und ich bei dir. Auch an dem Tag, als du zur Tierärztin gebracht und sterilisiert werden musstest. Ich habe mit dir gewartet, bis du nach der Narkose wieder zu dir kamst. Mit dem festgeklebten Wattebausch, der dein blutiges beschnittenes Ohr verdeckte. Ganz unbeholfen, hilflos und tapsig bist du aus meinem Bett gefallen, wolltest dieses "Zeug" von deinem Ohr haben und bist dabei immer wieder eingeschlafen. In meinen Armen. Ich war so froh, dass ich bei dir sein durfte in diesen Stunden. Du warst orientierungslos und verdutzt, was da mit dir passiert war, und doch spürtest du meine Anwesenheit und tiefe Verbundenheit zu dir, was dich beruhigte.


Wenn ich nun diese Zeilen Korrektur Lese, fällt mir auf, wie ähnlich wir uns in unseren Prozessen waren. Wie orientierungslos und hilflos auch ich in diesen Tagen noch war.


Wir teilten noch ein paar schöne gemeinsame Tage und ich habe mich so in deine sanfte Art verliebt. So sehr, dass ich mit Alexia ins Gespräch ging um sie in meine Gedanken und Gefühle einzuweihen, dich adoptieren zu wollen. Sie sagte noch zu mir: "Sei vorsichtig, mit dem was du sagst und was du den Tieren vermittelst. Wenn du ihm zeigst, dass er zu dir gehört und du ihn doch nicht adoptierst, wird sein Herz ein zweites Mal gebrochen. Also, wenn du nicht ernsthaft vorhast, ihn zu adoptieren, dann sprich mit ihm, dass ihr einfach eine schöne gemeinsame Zeit habt, und du irgendwann wieder gehen wirst."


Ich habe mir Ihre Worte zu Herzen genommen. Sie haben sich eingebrannt in mein Gedächtnis wie keine anderen. Wollte ich doch wirklich nicht der Grund sein, warum dieser kleiner Kater sich erneut ungeliebt und alleingelassen fühlt. Doch gleichermaßen waren meine Absichten ernst. Dennoch, ich hatte daheim noch einiges in meinem Umfeld abzuklären. Und musste erstmal ein Katzenfreundliches Umfeld schaffen, sofern alle in der Wohngemeinschaft der Adoption zustimmen würden. Also teilte ich Fotis dies so mit, ich sprach mit ihm aus tiefstem Herzen und schilderte ihm die Situation und, dass ich mein Möglichstes tun werde.


Zurück, Daheim in Deutschland angekommen war es eines der ersten Anliegen, die ich hatte, zu klären, ob es für mich möglich ist, dir ein für-immer zu Hause zu schenken. Doch aufgrund meiner damaligen unklaren Situation, ich war gerade mitten im Prozess mich selbstständig zu machen und daher auch viel auf Reisen und im Ausland unterwegs, entschied Alexia, dass Sie Fotis nicht in meine Obhut geben möchte. Was für mich verständlich und dennoch sehr schmerzlich war und ich es mit leichten Protesten erst nicht akzeptieren wollte.


Später dann, nach ein paar Monaten, rief ich Alexia erneut an. Mir ging Fotis nicht aus dem Kopf. Ich spürte ständig seine Anwesenheit und Nähe. Fühlte mich dem liebesbedürftigen Kater zugehörig. Wollte ihm all die Liebe und das warme zu Hause geben, dass er sich verdient hatte. Eine Freundin bestärkte mich nach einer Akasha Chronik Lesung darin, mich nochmals bei Alexia zu melden um mich nach Fotis zu erkundigen und mal vorsichtig rein zu fühlen, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Ich griff also entschlossen und dennoch ängstlich-vorsichtig zum Handy und schrieb Alexia eine Whatsapp Nachricht, ob wir nochmals telefonieren können, es gehe um Fotis. Ich hatte Angst vor Ihrer Nachricht und vor der vermeintlichen Ablehnung. Ein erneutes "Nein" würde das endgültige "Aus" für mich und Fotis bedeuten. Doch wie meine Freundin in der Akasha Lesung angekündigt hatte, war Alexia offen für das erneute Gespräch, etwas hatte sich verändert. Ich hatte mich verändert und auch meine Situation. Ich hatte die On-Off-Beziehung zwar noch nicht gänzlich beendet, mich jedoch weit von Ihr entfernt. Mich für Abstand und Rückzug entschieden und auch beruflich mehr Klarheit erlangt, sowie mein angehendes Unternehmen gut vorangebracht. Alexia spürte die Veränderung in mir und machte mir promt ein Kompliment: "WOW Ramona, you look great. What have you done? You are much more foccused on you. It feels Good!" Waren Ihre Worte, gleich zu beginn des Gesprächs. Ich fühlte mich geehrt und hatte fast etwas meinen nicht weg zu ignorierenden Groll darüber, dass Sie mir Fotis nicht anvertrauen wollte, vergessen. Ich bedankte mich und Sie zauberte mir mit Ihren Worten ein Lächeln ins Gesicht. Das war ein guter Anfang dachte ich mir. Und auch unser weiteres Gespräch verlief ausserordentlich positiv.


Sie machte mir den Vorschlag nochmal in sich zu gehen und auch ich tat ihr gleich. Wir verblieben erst einmal so. Und ich bekundete ebenfalls mein Interesse, nochmals als Heilerin die Vrouva Farm zu besuchen. Dies wäre dann auch die Gelegenheit gewesen, Fotis mit nach Deutschland zu bringen, denn ich plante mit dem Auto nach Griechenland zu reisen und warum auch immer, fühlte ich mich wohler bei dem Gedanken, ein Tier mit dem Auto dabei zu haben, als im Flugzeug.


Ein paar Nächte vergingen und ich spürte eine Veränderung in meiner Gefühlswelt. Ich liebte diesen Kater immer noch von ganzem Herzen und dennoch hatte ich auf einmal nichtmehr das Bedürfnis ihn zu adoptieren. Was mich einerseits beschämte, irritierte und gleichzeitig eine Erleichterung war. Ich fragte mich, wollte ich nur etwas haben, dass ich vermeintlich nicht haben konnte? Und ist das eines meiner Muster, das auch mit der "On-Off-Beziehung" zu tun hatte?


Vielleicht. Doch wie sich später, bei meinem dritten Besuch auf der Vrouva Farm herausstellte, sollte meine Entscheidung, die rein auf meiner Intuition beruhte, andere Gründe haben.



Es ist Mai 2022 und ich komme erschöpft, doch völlig zufrieden von meinem Road-Trip (DE-CH-HU-RS-MK-GR), mit knapp 2.500 km und 6 Tagen Reisezeit auf der Vrouva Farm in Griechenland an. Ich freue mich auf all die Tiere, die Menschen und natürlich besonders auf meinen weissen Lieblingskater Fotis. Doch auch auf mein wiedersehen mit Micky und die anderen Farmtiger,-Tigerinnen, Bebis den Esel, und all die Hunde freute ich mich sehr. Mehr Eindrücke zu meinem Farm-Stay im Blogeintrag "Vrouva Farm, mein Herzensort."


Fotis und ich ... Wir hatten drei tolle gemeinsame Tage, haben in meinem Auto und in der Kaffeeecke gechillt und ich spielte erneut mit dem Gedanken, wie es doch wäre Fotis zu adoptieren. Auch Micky der Kater, der ebenfalls bei mir in der Presidential schlief war ein hartnäckiger und liebevoller Anwärter für den Platz bei mir daheim. Konnte ich beide adoptieren? Ich war hin-und hergerissen. Und gleichzeitig, irgendetwas hielt mich zurück...


Nov 2022 da ich es keine sechs Monate aushalte ohne auf meiner Herzens-Farm und Herzens-Insel Aegina zu sein, plante ich nach Absprache mit Alexia einen nochmaligen Aufenthalt Anfang November auf der Vrouva Farm. Diesmal bin ich mit dem Flugzeug angereist. Es waren ein paar seltsame Monate hinsichtlich der Entwicklungen meiner Überlegungen, die Kater zu adoptieren. Warum auch immer schlich sich immer mehr die Gewissheit ein, dass ich Fotis nicht adoptieren würde und ich schloss nach und nach mit dem Gedanken Frieden. Auch Alexia meldete sich in den Monaten dazwischen, dass sich Fotis gut eingelebt hat auf der Farm. Er sei everybodys Darling und genießt die viele Aufmerksamkeit, die ein weißer, verschmuster Kater von den Besuchern und Helfern der Vrouva Farm bekommt. Er habe sich zu einem kleinen Vrouva Star entwickelt und Sie kann sich nicht vorstellen Ihn noch an mich zu vermitteln. Da er nun ein "Vrouvian" sei.


Das Adoptions-Chaos in meinem Herzen...


Und so fühlte ich mich immer wohler mit dem Gedanken, Micky, dem grau-weißen Kater, der sich so sehr um meine Aufmerksamkeit bemühte ein zu Hause zu schenken. Denn entgegen Fotis, war Micky ein Eigenbrödler. In Gewisser Hinsicht, so wie ich. Sehr wählerisch mit der Gesellschaft anderer Menschen und oftmals lieber alleine in der Natur unterwegs. Als ich bei meinem ersten Aufenthalt von Micky schwärmte und von seinen Liebkosungen, wenn er sich Nachts mit in die ´Presidential´ schmuggelte, und wie ich ihn tagsüber teilweise mit mir umhertrug wie ein Baby auf meinen Armen, waren die Vrouvianer (langzeit Helfer) überrascht, welcher Micky, dass den sein soll? Denn der Kater, den Sie kannten, der war so garnicht angetan von Menschen. Scheinbar schien ich also sein "Mensch" zu sein, denn Katzen suchen sich ja ihre Besitzer bekanntlichermaßen oft selbst aus. Schon bevor ich meine Flugreise antrat hatte ich meine Eltern, mit denen ich seit knapp einem Jahr wieder im Haus wohnte, mit vielen Erzählungen und Liebeleien breitgeschlagen, eine Samtpfote adoptieren zu dürfen, unter der Permisse, dass sie sich in keinem Fall darum kümmern würden. Was ich dankend annahm. Ich hatte mich also damit angefreundet, dem aufgeweckten frechdachs Micky ein zu Hause zu geben und war froh, nun endlich eine Entscheidung getroffen zu haben, die scheinbar für alle Beteiligten gut ist. Ich bereitete also die soft-Flugtragetasche vor, die ich damals für Fotis im Internet bestellt hatte. Ich wollte damals dem Universum und meinen Eltern, ok und vielleicht auch etwas mir selbst, beweisen, dass ich es mit meinem Vorhaben ernst meine.


Intuitives Packen, die Flugbox bleibt daheim?...


Doch während ich intuitiv packte, ganz ohne Packliste, das mache ich schon seit längerem so, stellte ich fest, dass ich auf einmal nichtmehr motiviert war, die Flugtasche mitzunehmen. Der Rucksack war bis zum Rand gepackt und einen Koffer wollte ich wegen dem Gepäck-Chaos nicht mitnehmen. Die Flugtasche für Tiere hatte ich auf die Seite gelegt und wollte diese zum Schluss oben drauf packen. Nun stand ich vor der Entscheidung, Klamotten auszupacken und stattdessen die Flugtasche einzupacken, oder ich liese Zweiteres zu Hause, was ich auch tat. Seltsam dachte ich mir, warum will ich die Flugtasche auf einmal nicht mehr mitnehmen. Was ist da los. Nunja, wenn ich Micky mitnehmen kann, dann würde es an der Tasche nicht scheitern und ich könnte mir sicherlich eine von der Farm ausleihen. (...Alexia hatte zuvor per Whatsapp geäußert, sie habe ein gutes Gefühl mit der Adoption von Micky und mir...).


Ankunft auf der Insel Aegina...

das lang ersehnte Wiedersehen


Endlich war es soweit und ich kam nach meinem Flug und anschließender Busfahrt am Hafen in Piräus an. Wie es der Zufall wollte, hatte Alexia im Voraus die selbe Fähre gebucht wie ich, da sie noch einen Straßenhund aus einem verwahrlosten Zwinger aus Athen mit auf die Farm nehmen wollte. Ihr kam meine Hilfe gerade recht und auch ich freute mich, sie zu unterstützen. Geschweige denn der Zeit ganz für uns und unsere hoch interessanten Gespräche während der Überfahrt zur Insel. Alexia nahm mich herzlich in Empfang und ich freute mich riesig, sie wiederzusehen.

Am Port in Aegina angekommen, haben wir die mittelgroße Hudedame samt Transportbox in Alexias Auto verfrachtet und machen uns auf den Weg in die griechischen Berge zur leicht versteckten Vrouva Farm, die lediglich über eine "gut" befahrbare Bergs*chächäm*straße ;) befahrbar ist.


Während der Fahrt machen wir noch kurz Halt am lokalen Tierfuttermarkt um Besorgungen zu tätigen, da frage ich frohen seins nach Fotis und wie es ihm denn geht. Alexia schaut mich etwas entsetzt an. Fotis ist tot.


Fotis ist tot?! Wie Fotis ist tot. Ein Schauer fährt mir durch den Körper, mir schießen die Tränen in die Augen und ich bin wie versteinert. Habe ich dir das nicht erzählt, frägt Alexia mich. Nein, das wusste ich nicht. Was ist passiert?

Fotis hatte Katzenschnupfen, wie du ja weißt, und plötzlich ging es ihm immer schlechter. Wir sind zur Tierärztin gefahren, die uns mitteilte, dass Fotis Katzenaids habe und nichtmehr lang zu leben hat. Er hatte noch zwei Wochen im Sommer, bevor er unter der liebevollen Obhut einer jungen Voluntärin starb, die sich rührend um ihn gekümmert hat und jede Sekunde bei ihm war. Er starb liebevoll umsorgt in ihren Armen.


Fotis. Aufgelesen an einem verlassenen Strand. Allein. Verängstigt und von allen davongestossen. Ein kleiner Junge wollte sich dir annehmen, doch seine Oma untersagte, noch eine weitere Straßenkatze retten zu können. Alexias warmes Herz sah dein Leid und deinen Schmerz und gab dir ein wärmendes ZuHause. Wenn auch nur für kurze Zeit. Fotis. Mein kleiner Phönix aus der Asche. Vom Dreck an´s Licht. Nun bist du im Himmel und erleuchtest weiterhin mit deinem Licht und der Erinnerung die Herzen.


Fotis. Er war nicht einfach ein Tier, dass gegangen ist. Er war ein Freund.


Mögest du in Frieden Ruhen. Du hast die Liebe und Befürwortung bekommen, nach der du in der Welt gesucht hast. Du hast entschieden, dass jetzt der Zeitpunkt war, zu gehen. Und dennoch hast du für immer deinen Platz in unser aller Herzen. Fotis, der Lichtbringer.



Amen und Namasté


deine dich über alles liebende Ramona


Danke, dass ich dich kennenlernen durfte. Danke für all die gemeinsamen liebenswerten Stunden. Danke, dass ich ein Teil deines Lebens sein durfte und du einen wertvollen Teil meines Lebens begleitet hast. DANKE. Danke. danke.



Wenn ihr noch mehr über Fotis den weißen Lichtbringer oder Mickey und meine Geschichte erfahren möchtet hier sind die Beiträge: "Fotis der Lichtbringer" - ein einzigartiger Stern am Himmel. Und. Micky "frech, frecher und Zuckersüß" - verwildert für immer?


Mehr zu meinem Roadtrip und den Erfahrungen die ich machen durfte, meiner Route und den Ländern, die ich bereits habe...


Mehr zur Insel Aegina, der Vrouva Farm, Volunteering und meine Seminar Reise, die ich im Mai 2023 anbiete.



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